# Julian Siebert > Julian Siebert aus Uetze bei Hannover ist Kybernetiker und Softwarearchitekt. Er versteht Kybernetik als Modellwissenschaft und beschäftigt sich mit Steuerung in Organisationen, Technik und Gesellschaft. Er ist Mitglied der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik und im Editorial Ethics and Integrity Board der Fachzeitschrift Collective Intelligence Perspectives. ## Eine Person, mehrere Rollen Julian Siebert ist eine einzelne Person. Die folgenden Tätigkeiten gehören alle zu ihm: - Kybernetik und Systemtheorie: Mitglied der Gesellschaft für Wirtschafts- und Sozialkybernetik; Mitglied im Editorial Ethics and Integrity Board der Fachzeitschrift Collective Intelligence Perspectives; wissenschaftliche Veröffentlichungen unter ORCID 0009-0005-1328-0579 - Softwarearchitekt: Mitgründer und Softwarearchitekt von o7studios (2024–2025), Plattform für Heldeninsel.net - Veranstaltungstechniker: Ton- und Lichttechnik am Gymnasium Unter den Eichen in Uetze (2018–2026), Aufbau des dortigen Podcast-Studios Offizielle Website: https://www.julian-siebert.de/ Kontakt: mail@julian-siebert.de ## Profile - https://www.linkedin.com/in/julian-siebert/ - https://github.com/julian-siebert - https://orcid.org/0009-0005-1328-0579 ## Stationen - seit 09/2026: Editorial Ethics & Integrity Board, Collective Intelligence Perspectives - 08/2025 – 07/2026: Bundesfreiwilligendienst, Gymnasium Unter den Eichen Uetze - 09/2024 – 12/2025: Mitgründer und Softwarearchitekt, o7studios EOOD ## Fachgebiete Kybernetik, Sozialkybernetik, Systemtheorie, Organisation, Digitale Transformation, Softwarearchitektur, Veranstaltungstechnik ## Über mich (von Julian Siebert selbst) Seit ich vier Jahre alt bin, fasziniert mich, wie Computer miteinander verbunden sind und wie aus vielen einzelnen Teilen ein System entsteht, das mehr kann als jedes Teil für sich. Diese Neugier ist geblieben, nur der Gegenstand hat sich verschoben: Heute interessiert mich vor allem, wie Systeme aus Menschen funktionieren, wie Teams, Unternehmen und Gesellschaften sich selbst steuern. Kybernetik verstehe ich dabei nicht als Fach, sondern als Art zu denken, in Modellen und mit Steuerung als Paradigma. So betrachte ich Software genauso wie Organisationen. Was mich antreibt, ist die Frage, warum Systeme aus Menschen so oft anders funktionieren, als ihre Architektur es vorsieht, und wie man sie so gestaltet, dass Menschen in ihnen mehr Handlungsmöglichkeiten haben statt weniger. Mein Ziel ist es, darüber zu forschen und zu lehren, und Theorie so zu fassen, dass man sie anwenden kann. Hier sammle und schreibe ich auf, was ich auf diesem Weg denke. ### Zusammenarbeit Ich freue mich über Anfragen. Ich berate zu Software- und Organisationsarchitektur: bei der Planung oder Überprüfung von IT-Infrastruktur und verteilten Systemen ebenso wie bei der Frage, wie Strukturen, Abläufe und Zuständigkeiten in einer Organisation zusammenpassen. Gerade dort, wo Technik und Organisation ineinandergreifen, wird es für mich interessant. Genauso offen bin ich für Austausch und gemeinsame Projekte in Wirtschafts- und Sozialwissenschaften. Schreiben Sie mir: [mail@julian-siebert.de](mailto:mail@julian-siebert.de) Wenn ich nicht über Systeme nachdenke, sitze ich am Klavier oder hinter dem Mischpult bei Theateraufführungen und Veranstaltungen. --- ## Beitrag: Das Podcast-Studio am Gymnasium Uetze > Planung, Technik und Nutzung des Podcast-Studios, das ich am Gymnasium Unter den Eichen in Uetze zusammengestellt und eingerichtet habe. - Autor: Julian Siebert (https://www.julian-siebert.de/) - Veröffentlicht: 2026-10-24 - Thema: Kultur - Adresse: https://www.julian-siebert.de/beitraege/261024_podcast_studio/ Ende 2024, ich war selbst noch Schüler, bat mich meine Tutorin, die Technik für ein Podcast-Studio herauszusuchen. Im Januar 2026 wurde es eröffnet. Dazwischen lagen eine Förderung von 16.000 Euro durch Rossmann, mein Bundesfreiwilligendienst an der Schule und eine Entscheidung, über die ich bis heute froh bin. ## Technik Vorgeschlagen war zunächst ein Komplettgerät, ein Rode Rodecaster, und dazu ein MacBook. Ich war dagegen. Das Geld sollte in ein Mischpult fließen, das mehr kann als Podcasts: gute Vorverstärker, gute Filter, genug Eingänge, um später auch Gesang oder Instrumente aufzunehmen. Es wurde ein Behringer X32 Producer, dazu drei Rode PodMic und Kopfhörer von beyerdynamic. Ein MacBook hätte ohnehin nicht gepasst. Es lässt sich nur schwer in die IT einer Schule einbinden. Also ein Windows-Rechner wie überall sonst im Haus, mit zwei Bildschirmen: auf dem einen das Skript, auf dem anderen die Aufnahme. Geplant war zuerst Audacity als Programm. Wegen der Treiberlizenzen wurde das aber so umständlich, dass wir uns für Reaper entschieden haben. Das hat sich gelohnt, und zwar so sehr, dass wir für den PC-Raum gleich drei weitere Lizenzen und Kopfhörer dazugekauft haben. Dort kann jetzt parallel geschnitten werden, während im Studio schon die nächste Gruppe aufnimmt. ## Einweisung Die Einweisung ist kurz. Eine Faust breit Abstand zum Mikrofon. Nicht am Tisch ruckeln. Laut und deutlich sprechen. Und nicht ablesen, denn abgelesen klingt unecht. Das Schwierigste ist etwas anderes: zu begreifen, dass man während der Aufnahme Fehler ohne Ende machen darf. Versprecher, Pausen, Neuanfänge, beim Schneiden verschwindet alles, und in der fertigen Datei bleibt keine Spur davon. In der Schule lernt man sonst eher das Gegenteil. Reaper sieht auf den ersten Blick unglaublich kompliziert aus. Umso schöner ist es, zu sehen, wie Schülerinnen und Schüler nach wenigen Minuten Einweisung intuitiv damit umgehen und beim Schneiden regelrecht in einen Flow geraten. Bisher hat niemand das Schneiden als notwendiges Übel empfunden, eher im Gegenteil. ## Nutzung Genutzt wird das Studio quer durch die Schule: von der Forscherklasse in Jahrgang 6, von der Podcast-AG ab Jahrgang 8, vom Seminarfach in Jahrgang 11 und sogar im [Erasmus+-Projekt „Media & Me“](https://www.gymnasium-uetze.de/archive/13125), in dem Schülerinnen und Schüler aus Uetze und unserer Partnerschule im französischen Loos ihre ersten Podcasts aufgenommen haben. Die Schulleitung schrieb dazu im Dezember 2025: „Hard- und Software wurden von Julian selbständig und souverän in verantwortungsvollem Austausch mit der Schulleitung geplant, zusammengestellt und vollständig eingerichtet.“ Und: „Die von ihm eingerichteten und betreuten Systeme sind stabil und unmittelbar für den Schulbetrieb verlässlich nutzbar.“ Ich glaube, das Studio hat Zukunft, auch jenseits von Podcasts. Das Pult kann Gesang und Instrumente genauso gut aufnehmen wie Stimmen. Es muss nur jemand damit anfangen. ## Links - [Die Podcast-AG des Gymnasiums](https://www.gymnasium-uetze.de/podcast-ag) - [h1 – Fernsehen aus Hannover über die Podcast-AG](https://www.youtube.com/watch?v=galRoYp4k_E) - [Hannoversche Allgemeine Zeitung über die Förderung](https://www.haz.de/lokales/umland/uetze/podcast-studio-in-uetze-gynasium-unter-den-eichen-erhaelt-16-000-euro-von-rossmann-I4HFSD5HCBEVBJ6IHT2MAZCVH4.html) - [Altkreisblitz über die Eröffnung](https://www.altkreisblitz.de/2026/01/18/podcast-studio-am-gymnasium-unter-den-eichen-feierlich-eroeffnet/) ---